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Bauanleitungen



Terrarien kaufen oder selber bauen?

Es gibt einige Gründe warum es sich lohnt sich sein Terrarium selbst zu bauen.

Zum einen ist es deutlich billiger, zum anderen kann man es nach Form und Größe passend in die Wohnung integrieren. Bei Wüstenterrarien ist die Bauweise auch relativ einfach, so lässt sich ein tolles Terrarium ganz leicht nach den eigenen Vorstellungen zusammenbauen. Abgesehen davon macht es auch noch Spaß!

Kürzlich haben wir ein neues Holz-Terrarium gebaut und möchte euch anhand diesem die einzelnen Schritte aufzeigen, vielleicht habt ihr auch mal Lust euch selbst eins zu bauen. Die Beschreibung wirkt auf den ersten - und vielleicht auch auf den zweiten Blick ;-) - kompliziert und lässt einen enormen Arbeitsaufwand vermuten, aber es ist lediglich so viel, da wir uns bemühen stark ins Detail zu gehen. Anmerkungen und weitere Erklärungen werde ich gerne hinzufügen wenn eurerseits noch Fragen aufkommen sollten - schreibt mir hierfür einfach eine Mail.

Benötigtes Material für das hier dargestellte Terrarium mit den Maßen 150x130x50 (LxHxT):

Grobspanplatten 15 mm für die Seitenwände
Grobspanplatten 18 mm für Böden und Rückwand
Akku-Schrauber und Bohrmaschine
Spanplattenschrauben
Schmirgelpapier
E-Profil-Schienen
Lochbleche
Alu- Gaze
Glasscheiben
Aquariensilikon

An die Rückwand wird zunächst eine Seitenplatte so drangehalten wie sie später verschraubt wird, was wie bei mir und in den meisten Fällen ein rechter Winkel sein wird. Dann werden in die Rückwand so Löcher gebohrt dass diese mittig durch die Seitenplatte gehen. Dies mache ich damit die Spanplatten nicht auseinander brechen, wenn ich die Schrauben eindrehe. Nachdem dann die Löcher für die Schrauben vorgebohrt sind können die richtigen Schrauben eingedreht werden. Sinnvoll ist es die Bohrlöcher vorher mit einem Senkkopf zu vertiefen, damit die Schrauben bündig mit der Platte eingedreht werden können. Wenn sie rausstehen verkratzt man sich den Untergrund auf dem das Terrarium später steht oder wenn man sie einfach so ganz eindreht platzt das Holz um die Schraube herum etwas auseinander. Aus Gründen der Bequemlichkeit nutze ich hierfür den Akku- Schrauber anstelle des Senkkopfes. Das gleiche mache ich dann auch noch mit der zweiten Seitenplatte.
Nun wird die Bodenplatte als Deckel aufgelegt und bündig (rechts/ links) mit der Rückwand aufgelegt und erst nur mit der Rückwand vorgebohrt und verschraubt. Jetzt schaue ich, dass die Seitenwand so zurecht gerückt wird, dass diese nun auch bündig mit dem Deckel ist. Dann wieder dasselbe Spiel – Vorbohren/ Verschrauben. Das gleiche gilt natürlich auch für die andere Seitenplatte. Nun drehen wir unser Bauwerk so um dass die Bodenplatte auch der Boden ist.

An dieser Stelle hat man nun die Möglichkeit, entweder einen Deckel oder dieselbe Konstruktion noch ein- oder mehrmals übereinander zu bauen. In diesem Fall habe ich jetzt 3 Etagen gewählt. Der Deckel kommt dann auf die oberste Etage.

Die einzelnen Etagen werden erst zusammengeschraubt wenn die Elektrik erledigt ist (siehe weiter unten).


Was jetzt noch fehlt sind Lüftungen, Licht, Heizung und natürlich Glasscheiben zum Durchgucken ;-).

Für die Lüftung kann man entweder mit einer Bohrmaschine und einem Lochsägen- Aufsatz runde Löcher in die Rückwand bohren/ sägen, oder man kann mit einer Stichsäge ein Loch mit beliebigem Muster hinein sägen. Ich hab mich für die klassische Rechteckvariante mit Stichsäge entschieden.
Für die neu entstandenen Kanten nehmen wir Schmirgelpapier um die Verletzungsgefahr zu vermindern. Die Löcher werden dann von innen durch Alu- Gaze mittels Aquarien- Silikon verschlossen. Ich klebe die Gaze von innen auf, damit die Tiere nicht an die geschmirgelte Kante kommen können. Da das Aquarien- Silikon nicht giftig ist kann man es problemlos im Terrarium verwenden. Die Stellen um die Lüftung, die mit dem Silikon verklebt sind, kann man später problemlos mit einer um die Lüftung integrierten Rückwand aus Styropor verdecken.


Für das Licht empfiehlt sich ein Spot, den ich entweder an der Seitenwand oder an der Decke anbringe- je nach Bedarf. Für das Kabel wird in die Rück- oder Seitenwand ein Loch entsprechend der Kabeldicke gebohrt. Wichtig ist, dass das Kabel von innen vor Beiss- Attacken seitens der Bewohner geschützt ist. Die Verkabelung ausserhalb des Terrariums sollte gewissenhaft vorgenommen werden, evtl. sind Ratschläge oder Hilfe von Elektrikern oder ähnlichen Experten eingenommen werden. Ich zähle mich ausdrücklich nicht zu diesen Personen, möchte aber darauf hinweisen, dass ein Kurzschluss und ein daraus resultierender Brand euren Tieren und vor allem euch erheblich schaden könnte.

Als Heizung nehme ich gewöhnlich Heizmatten, für deren Kabeldurchführung ich knapp überhalb der Bodenplatte ein Loch in die Rückwand bohre. Da die Heizmatten häufig schon mit Netzstecker verkauft werden ist es nötig die Bodenplatte wieder kurz zu lösen um das Kabel durch das Loch zu führen. Dafür ist es sinnvoll, das Loch wirklich ganz knapp an den Rand zu bohren, dass man die Rückwand mit dem Loch über das Kabel stülpen kann. Wenn das Kabel durch das Loch gelegt ist, kann die Bodenplatte wieder angeschraubt werden. Wenn dann die Lüftungen und die Verkabelung gemacht ist schraube ich die einzelnen Etagen erst zusammen.

Nachdem auch der Deckel verschraubt ist fehlt nur noch die Front. Mir persönlich gefällt es am besten wenn die Front komplett aus Glas ist. Dafür nehme ich zwei Glasstege und zwei Glasscheiben als Türen. Ich zeige das hier mal am Beispiel einer Einzelfront.

Am Anfang nehme ich die zwei Stege, der eine hat eine Höhe von 5, der andere von 10 cm - und einer Breite von 2 mm weniger als der Innendurchmesser für die Glasfront. Der höhere Steg kommt ca. 5 cm nach innen ins Terrarium auf den Boden, der 5 cm lange Steg wird auf gleicher Höhe vorne bündig mit der Gesamtfront eingeklebt. Es ist sinnvoll, eine Unterlage zu wählen, die exakt die Höhe hat, die dem kleinen Steg zum Großen fehlen. So kann man auch gewährleisten, dass die Oberkanten die gleiche Gesamthöhe haben.

 

Nachdem das Silikon für die Stege in soweit getrocknet ist dass die Stege von alleine schon halten, kann die E-Profil- Schiene mit dem Lochblech aufgeklebt werden. Das Lochblech und die Profil- Schiene werden vorher auf den Innendurchmesser der Front zurechtgeschnitten und miteinander verklebt. Hierfür nehme ich 4 cm- Lochbleche und verklebe diese so mit den E-Profilen dass das neue Werkstück insgesamt 5 cm breit wird. Diese Konstruktion wird dann oben auf die Glasstege aufgeklebt, so dass das E-Profil vorne ist. 

Bei den E-Profilen muss man aufpassen, es gibt sie in 2 Höhen, von denen die niedrigere für unten und die andere für oben gedacht ist. Dementsprechend bitte die niedrigere mit dem Lochblech verkleben.

 

Danach wird das höhere E-Profil auch auf den Innendurchmesser zugeschnitten und unter den Deckel bzw. die nächste Etage mit der Vorderfront bündig angeklebt. Wenn das Silikon ausgehärtet ist nimmt man einen Zollstock, steckt ihn von unten in das obere E-Profil und liest unten knapp über dem anderen E-Profil die Länge ab, die die Höhe der Glasscheibe ergibt. Für die Breite der Glasscheibe nehme ich den Innendurchmesser, addiere die Länge der Überlappung - bei mir 3 cm - und teile diesen Wert durch 2. Wichtig ist, die Scheiben erst zu bestellen, wenn der Rest verklebt und ausgehärtet ist, da kleinere Abweichungen weniger mm in der Praxis durchaus auftreten.





FERTIG!!! Bei uns stand das Terrarium in dieser Größe nach 5 Tagen. Ein einzelnes Terrarium kann man gut in 2 bis 3 Tagen fertig bekommen.
TOP

 

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