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Vergesellschaftung

 

Leopardgeckos werden in Gruppen gehalten.

Hierbei darf pro Terrarium nie mehr als 1 Männchen gehalten werden, da es sonst zu starken Rivalen- Kämpfen kommen kann, die im schlimmsten Fall bis zum Tode führen können.

Mehrere Weibchen können problemlos zusammengehalten werden.

Am praktischsten ist es, wenn man zu einem Männchen 3 bis 4 Weibchen setzt. So kann das Männchen leicht den Überblick über seine Damen behalten und diese werden ihrerseits weniger von dem ständig paarungsbereiten Männchen bedrängt.

Einzelhaltung ist nur bei Nachzuchten empfehlenswert. Die Jungen entwickeln sich so besser, was u. a. darauf zurückzuführen ist, dass das Futterverhalten für jedes einzelne Jungtier besser beobachtet werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Jungtiere bei der Fütterung gegenseitig öfters mal durch die Schwanzbewegungen des anderen - in der Meinung es handele sich um Futter - in den Schwanz beissen. Dies führt nicht selten dazu, dass die Jungtiere aus Angst ihren Schwanz abwerfen.

Die Weibchen sollten nicht zu früh mit den Männchen zusammengesetzt werden, da es so zur verfrühten Paarung kommen kann, wenn beide noch nicht weit genug entwickelt sind. Wir warten bei unseren Tieren bis diese ein Gewicht von etwa 50g erreicht haben.
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Ernährung

Nährwerte
Schaben


Leopardgeckos ernähren sich rein carnivor und werden im Terrarium größtenteils mit Insekten gefüttert.

Grob kann man sagen, dass Leopardgeckos alles fressen was sich bewegt und in den Mund passt- das ist auch mit ein Grund warum man die Nachzuchten nie bei den erwachsenen Tieren aufwachsen lassen soll.

Junge Leopardgeckos sollten am besten täglich, erwachsene Leopardgeckos etwa 2-3 Mal pro Woche gefüttert werden.

Der Schwanz des Leopardgeckos dient ihm in nahrungsarmen Zeiten, die ja in der Natur häufiger mal vorkommen, als Fettreserve. So erkennt man einen gut ernährten Leopardgecko daran, dass sein Schwanz nicht zu dünn, sondern ruhig etwas dicker geformt ist.

Die Größe der Futtertiere richtet sich nach der Größe der Leopardgeckos. So bekommen die Jungtiere kleinere und die erwachsenen Leopardgeckos größere Futtertiere. Die Futtertiere sollten nicht länger sein als die Breite vom Kopf des Leopardgeckos. I. d. R. ist es besser mehrere kleinere als wenige große Futtertiere zu verfüttern- zum einen hat man so eine größere Oberfläche für das Vitaminpulver und zum anderen haben die Leopardgeckos dadurch mehr Bewegung.

Zusätzlich sollten die Futtertiere mindestens bei jeder zweiten Fütterung mit einem Vitamin-/Mineralstoff-Präparat eingestäubt werden. Hierbei eignet sich z. B. Korvimin ZVT, welches nur beim Tierarzt erhältlich ist. Man kann solche Präparate auch aus dem Fachhandel beziehen, wobei wichtig ist das v. a. Vitamin D3 und Calcium darin enthalten sind.
Wir stecken unsere Grillen z. B. in ein leeres Marmeladenglas in das wir vorher von dem Pulver hineingegeben haben. Dann schütteln wir etwas durch und lassen die Tiere im Terrarium aus dem Glas.

Frisches Trinkwasser sollte ständig zur Verfügung stehen!

Leopardgeckos sollten eine möglichst abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung haben. Wir haben uns für die unten aufgeführten Futtertier-Arten entschieden, die alles wichtige beinhalten. Dass die Futtertiere sehr nährstoffreich sind, sollte man diese vorher ausreichend versorgt haben. Wir züchten unsere Futtertiere alle selbst, so können wir sicher sein dass unser Futter qualitativ hochwertig ist, außerdem ist es wesentlich kostengünstiger und man hat ständig alle Größen zur Verfügung. Der Nachteil ist, dass es auch eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt und z. T. Krach und unangenehme Gerüche verursacht. Wir haben unsere Futtertiere im Zuchtschrank, was diese beiden Punkte schon mal so gut wie ausschließt.

 

Die folgenden Daten sind mit derer Genehmigung von www.faunatopics.de entnommen und stellen interessante Nährwert-Informationen einiger Futterinsekten dar.

Name
lat. Bezeichnung

ca. Grösse
(in mm)

Nährwerte

Lagertemp. Haltungstemp.

Kurzflügelgrille

Gryllodes
sigillatus

groß ca. 20-25mm
mittel ca. 10-15 mm
klein ca. 4-5 mm
micro ca. 2 mm

Feuchtigkeit ca. 75%
Protein ca. 17%
Fett ca. 6 %
Asche ca. 1 %
Andere ca.1%

L = 15-20ºC

H = 25-30ºC

Steppengrille

Gryllodes
sigillatus

groß ca. 30-35 mm
mittel ca. 15-20 mm
klein ca. 5-7 mm

Feuchtigkeit ca. 74%
Protein ca. 19%
Fett ca. 5 %
Asche ca. 1 %
Andere ca.1%

L = 15-20ºC

H = 25-30ºC

Heuschrecken

Schistocerca
gregaria

groß ca. 65–80 mm
mittel ca. 30-40 mm
klein ca. 10 mm

Feuchtigkeit ca. 71%
Protein ca. 23%
Fett ca. 4 %
Asche ca. 1 %
Andere ca.1%

L = 15-22ºC

H = 30-35ºC

Mehlwürmer

Tenebrio
molitor

groß ca. 25-30 mm
klein ca. 10-15 mm

Feuchtigkeit ca. 62%
Protein ca. 20%
Fett ca. 15%
Asche ca. 1%
Andere ca. 2 %

L = 8-12ºC

H = 20-25ºC

Fruchtfliegen

Drosophila
ssp .

groß ca. 2 mm
klein ca. 1 mm

Feuchtigkeit ca. 60%
Protein ca. 20%
Fett ca. 14%
Asche ca. 2%
Andere ca. 4 %

L = 16-18ºC

H = 20-22ºC

Schwarzkäferlarven

Zophobas
morio

ca. 35-40 mm

Feuchtigkeit ca. 58%
Protein ca. 19%
Fett ca. 18%
Asche ca. 1%
Andere ca. 4 %

L = 16-18ºC

H = 20-22ºC

Rotwürmer

Dentrobeana
ssp .

ca. 50–60 mm

Feuchtigkeit ca. 85%
Protein ca. 11%
Fett ca. 1,5%
Asche ca. 1,5%
Andere ca. 1 %

L = 2-5ºC

Tauwürmer

ca. 70–80 mm

Feuchtigkeit ca. 84%
Protein ca. 12%
Fett ca. 1,5%
Asche ca. 1,5%
Andere ca. 1 %

L = 2-5ºC

Wachsraupen

Galleria
mellonella

ca. 20-25 mm

Feuchtigkeit ca. 63%
Protein ca. 16%
Fett ca. 19%
Asche ca. 1%
Andere ca. 1%

L = 20-25ºC

H = ca. 30ºC

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Hier möchten wir euch unsere Futtertier-Arten mit der Anleitung zur eigenen Zucht vorstellen:

Beschreibung zum Bau der Futtertierboxen:

Wir benutzen für alle unsere Futtertierzuchten die „FLAJ“-Boxen von Ikea. Diese Boxen sind günstig und man kann sehr einfach Alu-Gaze anbringen. Hierfür wird in eine Seitenwand knapp über den Boden ein Loch geschnitten, dass möglichst über die ganze Länge aber nicht zu hoch an den Deckel geht.
Dann wird von innen mit Aquariensilikon die Gaze über das ausgeschnittene Loch geklebt. Dabei sollte die Gaze ca. 1 bis 2 cm überlappen. Die Alu-Gaze ist günstig im Baumarkt zu erhalten, wobei sich gezeigt hat, dass man sich besser Meter-Ware von der großen Rolle nimmt anstatt dass man geschenkpapierrollen-große, abgepackte Gaze holt, da diese nur schwierig gerade zu biegen ist da sie vorher so eng zusammengerollt war.
In den Deckel klebt man ebenfalls Gaze, wobei auch hier das Loch für die Lüftung sehr groß sein sollte, dennoch aber noch genug Platz zum Festkleben der Gaze sein sollte.

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Die Schwarzkäferlarve (Zophobas)

Zophobas sollten aufgrund ihres hohen Fettgehaltes nur selten verfüttert werden.
Bei Zophobas wie auch bei Mehlwürmern besteht die Gefahr dass sie sich im Gecko durch die Magenwand fressen können. Dies wurde schon mal berichtet und deshalb sollte man etwas vorsichtig sein. Verhindern kann man das indem man den Zophobas vor dem Verfüttern mit einer Pinzette den Kopf zerdrückt. Da sie sich dann aber kaum noch bewegen kann es nötig sein mit der Pinzette beim Verfüttern zu wackeln. Wir sind der Meinung wenn man sie selten verfüttert, die Tiere gesund sind, sie dementsprechend eine gute Verdauung haben und man einem Jungtier nicht gerade 3 Würmer auf einmal gibt dass dann nichts passieren dürfte.
Da sich die Zophobas in Gesellschaft kaum verpuppen ist es nötig sie einzeln zu halten, damit man zu einer zur Zucht geeigneten Anzahl von Käfern gelangt. Hierfür eignen sich Heimchendosen, die mit etwas Kleintierstreu befüllt sind. Pro Dose kommt ein Wurm, welcher sich nach wenigen Wochen verpuppt. Die Puppe kommt dann in eine Box (Ikea) mit Humus. Dort werden nach erneut nach wenigen Wochen aus den Puppen Käfer, dann kann man wieder nach ein paar Wochen die ersten Zophobas entdecken. Die Käfer werden mit Obst oder Gemüse gefüttert.
<-- eine Box mit Zophobas

Linkes Bild:
Larve, Puppe und Käfer

Rechtes Bild:
Ein Käfer “schlüpft” aus einer Puppe

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Der Mehlwurm (Tenebrio molitor)

Mehlwürmer sind kleiner als Zophobas, vom Nährstoffgehalt aber sehr ähnlich.


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Die argentinische Waldschabe:

Sie ist relativ einfach zu züchten. Da Schaben in der Natur sehr widerstandsfähig sind kann man bei ihrer Zucht in der Wohnung wenig falsch machen. Der Vorteil für die Zucht dieser Schabenart ist, dass sie zur Vermehrung und zum Überleben eine erhöhte Luftfeuchtigkeit sowie Umgebungstemperatur braucht. Daher muss man, am besten täglich, mit einer Sprühflasche Wasser in die Box sprühen. Temperaturen um die 30°C sind prima für die Aufzucht und Haltung geeignet. Als Bodengrund eignet sich Kleintierstreu, darüber kommen noch einige Eierpappen in die Box. Auf die Eierpappen kommt regelmäßig Trockenfutter und alle paar Tage Frischfutter in Form von Karotten, Kartoffeln oder Obst.

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Die Steppengrille:

Grillen sind als Hauptnahrung bestens geeignet. Wir bevorzugen die Steppengrille gegenüber den Heimchen weil sie größer werden und langsamer sind, was die Handhabung mit Ihnen vereinfacht. Mittelmeergrillen haben einen recht harten Panzer was ihre Verdauung erschwert. Kurzflügelgrillen (Zweifleckgrillen) machen zwar weniger Krach sind aber sehr schnell.
Gehalten werden sie auch in den beschriebenen Boxen. Der Bodengrund ist wie bei den Schaben Kleintierstreu. Auch die Eierpappen, das Futter und die Temperatur sind das gleiche. Hinzu kommt lediglich die Verwendung mit Watte präparierten Vogeltränke oder festem Wasser um zu Verhindern dass die Steppengrillen verdursten, da diese sonst dazu neigen sich an ihren saftigen Artgenossen zu vergreifen. Für die Zucht nehmen wir handelsübliche Steckschäume (oft auch Moosi-Blöcke genannt). Diese werden feuchtgehalten und mit Gaze belegt damit die Grillen ihre Eier durch den Schwamm stechen können aber ihre Eier selbst nicht fressen können, was sonst passiert und zu geringen Ausbeuten führt [--> genauere Erläuterung weiter unten]. Die Größe und Menge der Steppengrillen-Nachzuchten wird dadurch beeinflusst, wie viele erwachsene Steppengrillen und wie lange dieser Moosi-Block im Zuchtbehälter bleibt. Je mehr Grillen desto mehr Eier werden in den Block gelegt, wobei eine kürzere Verweilzeit im Zuchtbehälter die Größenunterschiede der jungen Grillen verringert, da die Eier alle in etwa gleich alt sind. Je nach Besatz des Zuchtbehälters eignen sich Zeiten von 5-14 Tagen die das Moosi bei den adulten Grillen bleibt. Die Anzahl der Boxen mit den verschiedenen Grillengrößen hängt davon ab wie viel Platz man zur Verfügung hat und/ oder wie viele Grillen man zum Verfüttern benötigt.
Nachdem die Blöcke aus dem Zuchtbehälter entnommen werden kommen sie in eine neue Box die seitlich keine Lüftung benutzt, da die jungen Grillen zum einen klein genug sind um durch die Löcher abzuhauen und zum anderen eine höhere Luftfeuchtigkeit benötigen die mit der Lüftung schwieriger einzuhalten ist. Wir nehmen lediglich einen Deckel mit Lüftung da der hoch genug ist. Der Moosi-Block wird wie er ist einfach in die Box gestellt und feucht gehalten. Nach ca. 2 Wochen kann man dann schon die ersten Babys sehen die in etwa die Größe von Ameisen haben. Bodengrund nehmen wir bei den Jungtieren keinen. Gefüttert werden die frisch geschlüpften Grillen mit handelsüblichem Fischfutter.

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Die Eiablagebox:

Für die Schachtel kann man vieles nehmen, von einer leeren Eispackung bis hin zu den handelsüblichen Dosen die man auf Reptilienbörsen häufig findet. Die Größe richtet sich nach der Menge der Grillen die man nachziehen möchte. Je größer die Fläche ist, in die die Grillen ihre Eier stechen, desto mehr Babys bekommt man.
Der Moosi-Schaum wird zuerst in die Box gelegt und darauf kommt dann die Drahtgaze, die vorher passend zurecht geschnitten wird, so dass sie den Moosi-Block vollständig bedeckt aber nicht über die Box hinaus absteht. In den Deckel wird dann die Mitte komplett herausgeschnitten, so dass nur noch der Rand des Deckels sowie ca. 0,5 bis 1 cm vom Rand wegstehen. Der Deckel wird dann ganz normal oben drauf gedrückt, so dass die überstehenden 0,5 bis 1 cm die Gaze auf den Moosi-Block drücken und keinen Spalt frei lassen so dass die Grillen nicht ins Innere der Box gelangen können.
Nun noch komplett durchnässen, dann ist die Box fertig für die Eiablage.

Nachdem die Box dann einige Tage (5-14) bei den adulten Grillen verbracht hat, wird der Moosi-Block entfernt und unter fließendem Wasser gereinigt. Die darin enthaltenen Eier werden dabei nicht herausgespült, da sie in den festen Schwamm tief eingestochen sind. Nun den Block einfach nochmal nachfeuchten und in eine Box ohne seitliche Lüftung hineinlegen und warten bis die Babygrillen geschlüpft sind. Rechtzeitig genügend Eierpappen zur Verfügung stellen und mit Fischfutter füttern.

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Die Wüstenheuschrecke:

Wir nehmen Wüsten- statt Wanderheuschrecken, da diese unserer Meinung nach hübscher, leckerer und einfacher zu halten sind. Außerdem wird die Wüstenheuschrecke größer und älter. 
Vor dem Verfüttern sollten die Sprungbeine der Heuschrecke entfernt werden da diese kleine Stacheln haben was zu Verletzungen im Mund des Geckos führen kann.
Für unseren Zuchtansatz hatten wir uns eine Großpackung (100 Stück) von subadulten Heuschrecken zugelegt, die sich vor der letzten Häutung befanden. Bei erwachsenen Heuschrecken weiß man nie wie alt sie schon sind und wie lange sie schon verpaart wurden.
Für die Heuschreckenzucht haben wir einen Holzkasten aus Grobspanplatten gebaut. Die Maße hierfür betragen 1 m hoch, 50 cm breit und ebenfalls 50 cm tief. In der ist noch mal ein Trennboden damit man 2 separate Kisten hat- eins für die Adulten und eins für die Nachzuchten. In die Rückwand wird von ca. der Mitte bis wenige cm unter die Decke ein großes Loch gesägt, welches auch mit Gaze bespannt ist. Wichtig ist, dass wirklich möglichst viel Lüftungsfläche mittels Gaze geschaffen wird. In die Vorderfront kommt ebenfalls etwa zur Hälfte eine Holzplatte, in diese wird wieder ein Loch gesägt und mit Gaze bespannt. Die Fenster kommen jeweils nach oben. Als Boden nehmen wir 3 cm breite Leisten die als Viereck zusammengeschraubt und mit Gaze bespannt werden so das sozusagen ein Sieb entsteht, welches einen Außendurchmesser hat, der genau in die Kiste reinpasst. Dieses Sieb hat den Vorteil, dass der Kot der Heuschrecken durch das Sieb fallen, welche wir mit Schubladen auffangen, was uns die Reinigung sehr erleichtert. Da die Tiere eine relativ hohe Temperatur brauchen (ca. 35°), nimmt man am besten pro Etage einen Spot von ca. 60-75 Watt.
Als Eiablagebehälter nimmt man am besten einen Blumentopf der schon eine Höhe von 10-15 cm haben sollte. Diesen füllt man am besten mit einem Sand-Erde-Gemisch oder alternativ mit Kokos-Humus. In den legen dann die adulten Heuschrecken ihre Eier, er kann in etwa alle 2 Wochen ausgetauscht werden. Der Behälter kommt dann in die andere Etage, wo du Babys schlüpfen und aufwachsen sollen. Dies hat den Vorteil, dass man eine Box mit Adulten hat, die für die Eiablage zuständig sind, und eine weitere mit Jungen hat die verfüttert werden können. Je nachdem wie viele der Adulten verenden, können aus dem Nachzuchtbehälter die größten Heuschrecken umgesetzt werden, damit die Zucht nicht zum Abbruch kommt.
Wasser bekommen die Heuschrecken nicht separat gereicht, da sie ihren Feuchtigkeitsbedarf mit Feuchtfutter decken. Wir bieten ihnen regelmäßig unser Trockenfutter- Gemisch an, sowie frisches Feuchtfutter in Form von Gras, Karotten, Kartoffeln oder auch Salat.
Als Behausung bieten wir auch hier Eierpappen an.




"Heuschreckenliebe" von Ramona

Hier seht ihr noch ein paar andere, gehaltvolle Futtertiere, die von unseren Leos gerne zur Abwechslung genommen werden.

1. Bild: Teboraupen haben einen sehr hohen Anteil an Eiweiß.
2. Bild: Wachsmaden (Larven der Wachsmotte, auch als Bienenmaden bekannt) bestehen zu 19% aus Fett.
3. Bild: Frost- Pinkies (junge, unbehaarte Babymäuse) eignen sich besonders gut für Weibchen nach der Eiablage..
4. Bild: Heimchen sind eine Alternative zu den Steppengrillen.


Momentan bleibt uns wegen unserer Leos keine Zeit mehr für die eigene Futtertierzucht. Um trotzdem jederzeit mit allen wichtigen Futtertiersorten qualitativ hochwertig versorgt zu sein, haben wir uns für Terra-Tools entschieden.

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Krankheiten

 

Auch bei einer optimalen und artgerechten Haltung können - wenn auch selten - die Leopardgeckos erkranken.

Häufigste Ansteckungsquelle ist wenn man neue, kranke Tiere ohne ordnungsgemäße Quarantäne direkt in den Bestand eingliedert. Neue Tiere sollten erst nach 3 Monaten, i. d. R. drei negativen Kotproben (unterschiedlicher Tage) und normalem Verhalten in den Bestand eingegliedert werden.

Bei den Kotproben eines Neuzuganges - normales Aussehen und Verhalten des Tieres vorausgesetzt - genügt normalerweise die Untersuchung auf Endo- und Ektoparasiten sowie Kryptosporidien (Elisa-Test). Die Kotproben könnt ihr z. B. zu Exomed schicken.

Ein krankes Tier muss von den anderen separat gehalten werden!

Merke: Wenn ihr euch nicht sicher seid, was der Leopardgecko hat, geht bitte zum Tierarzt!

Unser Tierarzt:

Empfehlenswert für verschiedene Sachen (z. B. als Stärkungsmitteln in Schwächphasen) sind HerbaMed Immun-, Aktiv-, oder Elektrolyt-Tropfen.

Im folgenden wollen wir die wichtigsten Erkrankungen und deren Behandlung beschreiben:

Häutungsprobleme:

Es kann vorkommen dass sich die Leopardgeckos nicht ordnungsgemäß häuten. Häufiger Grund hierfür ist eine zu geringe Luftfeuchtigkeit im Terrarium. So können Häutungsreste z. B. an den Zehen verbleiben. Hier hilft es meist wenn man die betroffenen Stellen ein wenig einweicht und die Häutungsrückstände vorsichtig mit einer Pinzette entfernt. Tut man das nicht kann es mit der Zeit zum Absterben der Zehen kommen.

 

Würmer:

Würmer werden meist über die Futtertiere, durch unzureichende Hygiene oder durch neue Tiere eingeschleppt.

Die häufigsten Wurmsorten sind Trematoden oder Oxyuren. Die Wurmeier werden im Kot festgestellt und sind relativ einfach zu behandeln.

Geeignete Mittel (meist Panacur) bekommt man beim Tierarzt. Er legt auch die Dosierung fest. Die Behandlung geht i. d. R. über 3 Tage, das ganze 2x im Abstand von 14 Tagen.

Währenddessen sollte besonders auf Hygiene geachtet werden, täglich der Kot entfernt und die Stellen desinfiziert werden. Einrichtungsgegenstände wie Höhlen o. ä. am besten kurz in der Mikrowelle erhitzen. Hierbei muss darauf geachtet werden dass die Gegenstände kein Metall enthalten dürfen, sonst gibt es ein unangenehmes Feuerwerk in der Mikrowelle.

Das Panacur kann am besten mit einer Pipette in den Mund getropft werden.

Als ausführliches Beispiel: Oxyuren

Eine häufig vorkommende Wurmsorte, die sich im Kot nachweisen lässt, sind die Oxyuren.
Oxyuren (Madenwürmer) gehören der Gruppe der Nematoden (Fadenwürmer) an. Sie lassen sich wegen ihres direkten Entwicklungskreislaufes ohne Zwischenwirt leicht von Tier zu Tier übertragen. So können sich mit der Zeit hohe Populationen an Oxyuren aufbauen.
Oxyuren sind Darmbewohner, die vermutlich zu keiner Schädigung der Darmschleimhaut führen. Sie sind nur dann schlimm wenn durch einen Kotstau eine Austreibung der Oxyuren unterbleibt. Deshalb ist es auch sehr wichtig keine mit Oxyuren befallenen Tiere in die Winterruhe zu schicken, da die Darmperistaltik aufgrund der eingestellten Nahrungsaufnahme stark reduziert ist.
Behandeln lassen sich Oxyuren mit Panacur oder Molevac. Die Dosierung legt der Tierarzt fest. Das Terrarium sollte gut gereinigt werden, dass sich die Tiere nicht durch noch vorhandene Oxyureneier wieder erneut infizieren.

 

Kleine Verletzungen:

Kleine Bisswunden verheilen meist von allein.

Bei nicht entzündeten Wunden genügt i. d. R. das Auftragen einer einfachen Wund-/ Heilsalbe (z. B. Bepanthen).

Bei entzündeten Wunden sollte man diese am besten desinfizieren und dann eine entzündungshemmende Salbe (z. B. Betaisodona) auftragen.

Eine sehr gute Creme für Wunden ist auch Eudermatan N.

 

Verfettung:

Sie entsteht bei übermäßiger Fütterung. Hier sollte man langsam die Futtermenge verringern.

 

Entzündete Augen/ Dreck im Auge:

Hier hilft i. d. R. das Spülen des Auges und/oder das Auftragen einer Salbe wie Bepanthen.

 

Verdauungsprobleme:

Verdauungsprobleme treten häufig durch falsche, schlecht verdaubare Ernährung, wenn die Geckos beim Futter fangen zuviel Sand mitfressen oder durch fehlende Heizmöglichkeiten auf. Bei Verstopfung- die i. d. R. daduch dass das Tier nicht mehr kotet, durch einen dicken, schwarzen Bauch, dünnen Schwanz und Futterverweigerung erkannt wird- hilft oft ein warmes Bad und Massage des Bauches, ein Einlauf mit NaCl-Lösung oder die orale Gabe von Paraffinöl.

 

Milben:

Milben gehören zu den Außenparasiten. Sie befallen und fressen hauptsächlich Futtervorräte. Symptome sind das Verweigern der Nahrung mit Gewichtsverlust, abnormales Verhalten und Erschöpfungszustand sowie eventuelles Baden im Wasser. Milben sind - meist an den Stellen um die Augen/ Ohren sowie im Achselbereich - sichtbar. Meist handelt es sich dabei um rote, bis zu 2 mm große, blutsaugende Milben. Sie lassen sich im Kot nachweisen, geeignete Mittel bekommt man beim Tierarzt (z. B. Frontline oder Itermitox). Mit dem Mittel wird der Leopardgecko und das Terrarium alle paar Tage, etwa 4 Wochen lang eingesprüht oder eingerieben. Einrichtungsgegenstände müssen gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Zu bedenken ist, dass für jede Milbe, die auf dem Leo sitzt, sich mehrere Dutzend weitere im Terrarium aufhalten. Nach der Behandlung muss eine erneute Kotuntersuchung gemacht werden um zu bestätigen dass die Milben vernichtet sind.

Hier seht ihr eine Milbe unter dem Mikroskop (Kotprobe)
 

Kryptosporidien (Cryptosporidium):

Kryptosporiden (= verborgene Sporen bzw. Sporen in den Krypten der Schleimhaut) sind einzellige Protozoen der Unterklasse Coccidia, die häufig Kälber und gelegentlich Menschen, darüber hinaus aber bis zu 40 weitere Wirbeltiere infizieren. Kryptosporidien sind die Erreger der Kryptosporidose.

Die Schädigung findet im Darm statt. Symptome sind Gewichtsverlust, Nahrungsverweigerung, Lethargie, wässriger Durchfall und Erbrechen. Es treten aber nicht bei jeder Infektion alle Symptome auf. Die Folge ist Dehydrierung, welche dann zum Tod führt.

Die Erreger lassen sich im Kot nachweisen- es lassen sich so genannte Oozysten feststellen. Der ELISA-Test soll aufgrund der Inkubationszeit erst etwa 3 Monate nach der Ansteckung sinnvoll und dann zu etwa 95 % sicher sein. Er sollte 3x durchgeführt werden, da infizierte Tiere die Parasiten und ihre Vorstufen nicht kontinuierlich sondern schubweise ausscheiden. Eine 100 %ige Garantie gibt leider nur eine Organprobe des toten Tieres mit anschließender Histologie.

Die Tiere können über längere Zeit - von bis zu mehreren Jahren ist bekannt - die Erreger in sich tragen bis die Erkrankung ausbricht. Auslöser können Stress, z. B. durch Umzug oder Schwangerschaften sein. Weiterhin kann der Ausbruch durch Krankheiten, die parallel verlaufen, geschehen. Wenn die Krankheit einmal ausgebrochen ist, bauen die Geckos schnell sehr stark ab.

Die Krankheit ist bei Leopardgeckos sehr ansteckend. Wenn ein Tier kurz Kontakt mit einem infizierten Tier hatte ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er sich auch infiziert hat. Die Ansteckung geschieht meist über den Kot eines infizierten Tieres, indem sich die Oozysten befinden. Aus den Oozysten entwickeln sich Sporozoiten, welche sich an das Darmepithel heften.

Es ist stets auf äußerste Hygiene im Umgang mit Materialien für die Tiere zu achten und bei jedem Arbeitsgang sind Handschuhe zu tragen.

Ein Tier kann sich durch die orale Aufnahme der Erreger durch das Belecken der Umgebung oder über das Trinkwasser infizieren. Auch ist eine Übertragung über das Futter möglich wenn z. B. Futtertiere gefressen werden die zuvor Kontakt mit dem Kot infizierter Tiere hatten.

Auch wird öfter angegeben, dass sich die Erreger aufgrund ihrer geringen Größe über die Luft übertragen können, was auch ein Grund dafür ist, dass wir unsere Quarantäne-Tiere ausschließlich in einem anderen Raum halten.
Von der Mutter auf das Jungtier lässt sich die Krankheit nicht übertragen. Es ist allerdings möglich, dass ein frisch geschlüpftes Jungtier an der bei der Eiablage infizierten Eischale leckt.

Nicht alle Desinfektionsmittel eignen sich für die Verwendung gegen Kryptosporidien. P-Chlor-m-Kresol (z. B. „NeoPresidan“) aus der Reihe der Medikationen für Kühe und Schweine oder Ammoniak sollen hilfreich sein.

Bis heute gibt es keine wirkliche Therapie. Hin und wieder sprechen einzelne Geckos auf eine Therapie an und kommen wieder zu Kräften, sie tragen jedoch oftmals immer noch die Erreger in sich und müssten ihr ganzes Leben in strenger Quarantäne gehalten werden. Die Erregerausscheidung kann nur vorübergehend reduziert werden und somit zu negativen Ergebnissen bei Kotuntersuchungen führen. Wenn die Tiere nicht auf die Therapie ansprechen, sollte man sich frühzeitig überlegen die Tiere durch einen Tierarzt einschläfern zu lassen, denn diese Krankheit geht mit einem starken Verlust der Lebensqualität der Tiere einher. Die Überlebenschancen bei den momentanen Therapiemöglichkeiten sind erfahrungsgemäß sehr gering.

Vorsicht: Die für Leopardgeckos tötlichen Erreger (Cryptosporidium saurophilum) können scheinbar nicht von anderen Kryptosporidien-Arten unterschieden werden. Diese für den Leopardgecko unschädlichen Kryptosporidien kann der Gecko zum Beispiel über das Trinkwasser oder die Futtertiere aufnehmen. Dann kann ein Test positiv ausfallen, obwohl das Tier nicht gefährdet ist.

Ein ausführlicher Bericht zu diesem Thema mit weiteren Information und auch Meinungen von Experten findet ihr hier.
Dies sind zwei weitere interessante Threads aus einem internationalen Forum: Thread 1 & Thread 2.
Auch eine sehr informative Seite zum Thema Cryptosporidien findet ihr hier.
Hier ein weiterer Thread.
Und hier ein Bericht aus der Zeitung "Kleintierpraxis".

 

Bakterien:

Bakterien lassen sich auch im Kot nachweisen. Hierfür muss allerdings von dem Tierarzt oder dem Labor eine Kultur angelegt werden. Diese machen bei einem Befall auch den entsprechenden Therapievorschlag, i. d. R. mit Antibiotika.

 

Mangelerscheinungen:

Mangelerscheinungen wie z. B. Rachitis oder Stoffwechselstörungen treten bei unzureichender Versorgung mit Vitaminen, Mineralien und/ oder Kalzium auf.

 

Erbrechen:

Erbrechen muss kein Zeichen für eine Erkrankung sein. Meist liegt es einfach daran, dass das Tier sich überfressen hat oder zu kühl gehalten wurde (zu niedrige Temperaturen führen zu schlechter Verdauung). Verweigern die Tiere allerdings die Nahrung oder findet man im Kot unverdaute Nahrungsreste kann dies ein Anzeichen für eine ernsthafte Krankheit sein.

 

Legenot:

Ein häufiger Grund dafür ist, weil das Weibchen keine entsprechende Eiablagemöglichkeit hat.

Verbleiben die Eier über das normale Legedatum hinaus im Eileiter, kann sich eine lebensbedrohliche Legenot entwickeln. Die Eier nehmen weiterhin Wasser auf und nehmen an Größe zu, bis sie mit der Eileiterschleimhaut verkleben und vom Tier nicht mehr auf natürliche Weise abgelegt werden können.
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Winterruhe

Die Winterruhe gehört zum natürlichen Lebenszyklus der Leopardgeckos. Sie ist wichtig für die Gesundheit, die Lebensdauer und das Paarungsverhalten der Tiere.

Wichtig ist dass man nur kerngesunde Leos in die Winterruhe schickt die zudem einen ordentlichen Fettspeicher (dicker Schwanz) haben. Während der Winterruhe reduzieren die Geckos ihren Stoffwechsel so stark dass sie kaum an Gewicht verlieren. Am besten ist es wenn man die Tiere einzeln überwintert.

Während der Winterruhe sind die Leopardgeckos wesentlich ruhiger und inaktiver als sonst. Sie müssen komplett in Ruhe gelassen werden, dass sie sich ausreichend erholen können. Sie aus ihren Verstecken rauszuholen gilt als störend.

Am besten geeignet ist eine Winterruhe von Dezember bis Januar, wobei man schon einen Monat vorher anfängt die Temperatur, die Beleuchtung und die Nahrung langsam zu reduzieren. Von Januar bis Februar sollten diese ebenso langsam wieder gesteigert werden.

Etwa 2 Wochen vor dem Überwintern sollten die Tiere kein Futter mehr zu sich nehmen, damit sich der Darm vollständig entleert hat. Während der Winterruhe sollte nicht gefüttert werden, da den Tieren die nötige Wärme für die Verdauung fehlt. Frisches Wasser muss aber ständig zur Verfügung stehen.

Für die Winterruhe sollte die Beleuchtung auf ca. 6 Stunden pro Tag verringert werden. Während der Winterruhe wird auf zusätzliche Wärmequellen wie Heizmatten oder –steine komplett verzichtet. Es sollten tagsüber Temperaturen von ca. 15-18°C und nachts von 12-15°C sein.
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Geschlechtsunterschiede

 

Eine genaue Geschlechtsbestimmung ist erst in einem Alter von etwa 4 Monaten möglich- was aber je nach Entwicklung auch sehr unterschiedlich sein kann. Wenn man es früher sehen will kann ein Handmikroskop oder ein gute Lupe mit Licht sehr gute Dienste leisten. Man kann Männchen anhand der Poren schon relativ früh recht gut erkennen. So ist es teilweise möglich, Männchen schon nach 4-6 Wochen bestimmen zu können. Zu diesem Zeitpunkt als Weibchen erkannte Tiere, können allerdings zu Männchen werden, von daher sollte mann ggf. lieber noch abwarten und öfter mal nachschauen, bis man sich sicher sein kann.

Hier ein solches Handmikroskop mit einer Vergrößerung von 60-100- fach. Empfehlenswert wäre eine Vergrößerung die kleiner ist, da man zwar alles sehr groß sieht, aber der Bereich sehr sehr klein ist und es dadurch wieder unhandlich wird.

Man kann zwar anhand der Inkubationstemperatur das Geschlecht relativ gut festlegen, aber eine hundertprozentige Sicherheit gibt das nicht.

Männchen wirken im Verhältnis zu gleichaltrigen Weibchen meist größer und kräftiger. Sie entwickeln einen breiteren Kopf und einen dickeren Nacken.

Die folgenden Fotos zeigen gut die Geschlechtsmerkmale. Sie sind - mit freundlicher Genehmigung von Ron Tremper - aus dem Buch „The Herpetoculture of Leopard Geckos“ entnommen.

Dies ist eine Nahaufnahme durch eine Lupe, die die Präanalporen eines drei Wochen alten männlichen Leopardgeckos zeigt.
Gute Lichtverhältnisse und genaues Hinsehen sind notwendig um so früh das Geschlecht zu bestimmen.
Junge Weibchen können kleine Präanalpunkte aufweisen, die aber keine richtigen Poren sind. 
Adulte Männchen zeigen gut entwickelte Präanalporen und Hemipenistaschen.
Nahaufnahme  männlicher Präanalporen  und Hemipenistaschen
Die meisten weiblichen Leopardgeckos zeigen keine Zeichen von Präanalporen oder - punkten.
Manche Weibchen zeigen Präanalpunkte aber keine richtigen Poren.
Hier nochmal ein Foto von Garrick, das ein Männchen zeigt
Und das passende Weibchen dazu- ebenfalls von Garrick
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Zucht von Leopardgeckos

 

Die Nachzucht der Leopardgeckos ist eins der schönsten Dinge die man mit den Tieren erleben kann.

Die Paarung geht vergleichsweise hart von statten. Das Leomännchen fixiert das Weibchen mit einem Nackenbiss, danach kann er den so genannten Hemipenis einführen. Ist das Weibchen paarungsbereit, wird es ruhig stehen bleiben. Ist es nicht paarungsbereit wird es die Annäherung vehement durch Bisse abwehren.


Foto von Katharina Buks

Nach erfolgreicher Paarung wird das Weibchen relativ schnell an Umfang und Gewicht zunehmen und durch die Bauchhaut lassen sich die Eier erkennen.

Im Terrarium sollte eine Stelle geschaffen werden die zum Eier ablegen geeignet ist. Dies kann zum einen Legenot verhindern und zum anderen werden die Eier sicher an eine schnell aufzufindende Stelle abgelegt.
Wie benutzen hierzu leere Eisbehälterboxen in deren Deckel wir ein Loch schneiden, durch das der Gecko durchpasst welches aber nicht zu groß ist so dass die Box noch gut als Versteck zu gebrauchen ist. In diese Box tun wir leicht feuchten Sand oder Kokoshumus hinein.
Dieser Ort wird von fast allen Weibchen zur Eiablage angenommen. Außerdem ziehen sich die Geckos gerne zur Häutung dorthin zurück.

Ein Weibchen kann bis zu 10x im Jahr 2 Eier legen, wobei jüngere Tiere weniger Gelege mit oftmals auch nur einem Ei legen. Auch kommt es bei Weibchen die das erste Mal Eier legen häufig vor dass diese ersten Eier unbefruchtet sind. Um herauszufinden ob die Eier befruchtet sind kann man zum einen abwarten ob sich die Eier gut entwickeln oder die Eier durchleuchten. Wir durchleuchten unsere Eier selten - wenn wir es tun dann benutzen wir eine sog. Schierlampe mit LED-Technik, welche im Gegensatz zu anderen Lampen keine Wärme entwickelt die den Eiern schaden kann. Auch warten wir mit dem Durchleuchten 2-3 Tage bis man auch sicher etwas erkennen kann.

Nach der Eiablage sollte man die Eier schnellstmöglich in einen Inkubator überführen wobei darauf zu achten ist dass die Eier ab spätestens 24 Stunden nach der Eiablage nicht mehr gedreht werden dürfen, da die Embryos sonst absterben können.

Als Inkubatoren benutzen wir derzeit Motor- und Flächenbrüter.

Die Eier legen wir – meist zu zweit wie wir sie auffinden – in ein mit Vermiculit gefülltes Heimchendöschen. Unter das Vermiculit mischen wir zuvor etwas Aktivkohle was sehr gut vor Schimmelbefall der Eier schützt. Die Aktivkohle bekommt man bei uns im Baumarkt in der Aquaristikabteilung. Das Vermiculit sollte gut feucht - aber nicht nass! – sein.

Die Luftfeuchte ist neben der Temperatur eins der wichtigsten Kriterien bei der Inkubation. Um diese sicher zu stellen wird ein Hygrometer im Inkubator platziert. Ist die Luftfeuchte zu niedrig können die Eier einfallen- ist sie zu hoch können sie schimmeln. Während der gesamten Zeitigung sollte die Luftfeuchte nicht unter 75% fallen. Am besten sind Werte zwischen 80-85%. I. d. R. ist ein Nachfeuchten des Vermiculits während der Inkubation nicht notwendig, das lässt sich auch dadurch gut erreichen das man die Wasserrinnen im Bruja füllt.

Der Einfluss der Inkubationstemperatur

Mit der Inkubationstemperatur lässt sich das Geschlechterverhältnis beeinflussen.
Bei 25-27°C erhält man überwiegend Weibchen, bei 30-32°C überwiegend Männchen.
Bei 28-29°C erhält man beide Geschlechter zu in etwa gleichen Anteilen.
Bei Temperaturen über 32°C hat man eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit für Weibchen, welche aber vom Verhalten her eher wie Männchen und sexuell sehr aggressiv sind. Diese Weibchen sind zur Zucht eher ungeeignet.
Unter 25°C und über 35°C sollte nicht inkubiert werden.

Das Geschlecht wird im ersten Inkubationsdrittel festgelegt, die verbleibende Zeit reicht aus, um die Färbung zu der Tiere verändern. Je tiefer die Temperatur ist, desto dunkler sind die Schlüpflinge, je wärmer die Temperatur umso heller werden sie.

Im folgenden seht ihr 4 Bilder von Ron Tremper, welche die Unterschiede anhand zweier Beispiele gut zeigen. Auf den ersten beiden Fotos seht ihr die Auswirkungen der Inkubationstemperatur auf die Färbung eines Albinos. Bei 27°C sind die Pigmente dunkel gefärbt
(1. Bild), während ein gleichartiger Gecko bei 32°C heller gefärbt ist (2. Bild).
Auf den letzten zwei Bildern seht ihr einen Tangerine Albino. Zuerst mit einer Inkubationstemperatur von 31-32°C (3. Bild) und später ein gleichartiges Tier nach 6 Wochen kälterer Zeitigung mit Temperaturen um die 20-23°C (4. Bild).





Die Inkubationstemperatur bestimmt die Entwicklungsgeschwindigkeit, so ist bei höheren Temperaturen eine kürzere und bei niedrigen Temperaturen eine längere Inkubationsdauer zu erwarten. Bei 28-29°C (Geschlechterverhältnis 50/50) liegt die Inkubationsdauer bspw. bei etwa 40-50 Tagen. Bei 25-27°C (überwiegend Weibchen) liegt die Dauer bei 70-90 Tagen.

Mögliche Probleme bei der Inkubation der Eier:

Einbuchtungen:
Einbuchtungen sind entweder ein Zeichen von Wassermangel oder des bevorstehenden Schlupfes. Gräbt man die betroffenen Eier rechtzeitig vollständig in etwas feuchteres (nicht nasses!) Substrat ein, erholen sie sich meist schnell und werden wieder prall.

Schimmelpilzbefall:
Wenn der Pilzbefall noch nicht zu sehr fortgeschritten ist kann eine Behandlung mit antimykotischen Salben oder Pulver (z. B. Canesten, Exoderil, Mycophag) versucht werden. Ist allerdings fast die ganze Eischale mit Pilzrasen überzogen müssen die Eier entsorgt werden.
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Hier könnt ihr sehen wie ein Leopardgecko aus seinem Ei schlüpft :-)

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